Nachhaltigkeit statt Wachstum ohne Ende

GRÜNE Industriepolitik ist klimafreundlich und schafft Arbeitsplätze: Wir machen die Industrie fit für das 21. Jahrhundert – indem wir Nachhaltigkeit mit industriellen Produktionstechniken verbinden.

Über Jahrzehnte prägten große Unternehmen die Wirtschaft in NRW: Bayer in Leverkusen, Ford in Köln und ThyssenKrupp in Essen sind Namen, die mit der industriellen Landschaft in Verbindung stehen. Doch auch sie sind von hohen Energiepreisen, Ressourcenverknappung und Klimawandel betroffen, ein Umdenken ist notwendig.

Das bedeutet eine große Herausforderung für die Industrie. „Wir sind nicht die Industrie“, so unser Umweltminister Johannes Remmel. „Aber es geht darum, dass wir verlässliche Rahmenbedingungen schaffen, mit denen wir gemeinsam die notwendigen Veränderungen einleiten können“. Dabei ist uns Planungssicherheit für Unternehmen wichtig, die ihr Handeln an langfristigen Investitionszyklen ausrichten. Denn nur gemeinsam schaffen wir einen Industriesektor, der den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht wird.

Ökologischer Umbau

Dafür setzen wir auf zwei Säulen: In klassischen Wirtschaftszweigen können Optimierungsprozesse für eine Veränderung der Industrie sorgen. Das Prinzip der „geschlossenen Kreisläufe“ ist etwa ein Beispiel dafür, wie wir von der Natur lernen und Nachhaltigkeit in unserer Wirtschaft verankern können: Produkte werden so gefertigt, konsumiert und entsorgt, dass die Bestandteile den jeweiligen biologischen und technischen Kreisläufen zurückgeführt werden können. Auch wenn das zum Teil noch nach Zukunftsmusik klingen mag: Wir legen heute den Grundstein dafür, wie unsere Fabriken zukünftig produzieren.

Die zweite Säule der GRÜNEN Industriepolitik heißt „GreenTech“. Hinter diesem Schlagwort verbirgt sich eine Branche, die sich der effizienten Nutzung von Ressourcen, alternativen Rohstoffen und nachhaltigen Fertigungstechniken widmet. Und hier sind wir weltweiter Spitzenreiter: Unser Weltmarktanteil beträgt 15 Prozent. Allein 2007 lag der Umsatz bei 200 Milliarden Euro. Und hier in NRW? „80 Milliarden Euro hat GreenTech in unserem Land erwirtschaftet“, weiß Johannes. Bis 2020 wird der Umsatz bundesweit voraussichtlich auf 470 Milliarden steigen. 

Wir wollen die Innovationsfähigkeit dieser Branche sichern und die Wettbewerbsfähigkeit fördern – gerade im Industrieland Nordrhein-Westfalen. Das schafft zukunftssichere Arbeitsplätze und neue Wertschöpfungspotentiale.

 Der GRÜNE Blick nach vorn

Für einen nachhaltigen und zukunftsfesten Umbau unserer Industrie ist noch viel zu tun. Wir verstecken uns nicht vor diesen Notwendigkeiten, sondern nehmen die Herausforderung an – auch wenn wir alleine kämpfen: Wir wollen keine klientelorientierte Erhaltung der Großindustrie, wie sie in Teilen der SPD betrieben wird. Auch eine auf puren Erhalt beruhende Subventionspolitik der CDU wird scheitern. Das gleiche gilt für den Versuch der FDP-Industriepolitik, den Vorrang des Marktes zu sichern.

„Die Zukunft der Industrie ist GRÜN“, bilanziert Hans-Christian Markert, der den Antrag eingebracht hat. Denn GRÜNE Industriepolitik bringt Ökonomie, Ökologie und Soziales zusammen. Dazu haben wir in unserem Antrag neun Schlüsselprojekte formuliert, mit denen Politik und Unternehmen den nachhaltigen Ansatz in unserer Industrie verankern.

Beschluss: GRÜNE Industrie- und Wirtschaftspolitik

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