Ländlicher Raum: Alles im Grünen Bereich

Ländliche Räume prägen NRW mit ihrer Vielfalt. Gleichzeitig stehen sie vor ganz eigenen Herausforderungen, die sich von denen der Städte unterscheiden. Wo andere sich mit aller Kraft am Bestehenden festklammern, wollen wir die Zukunft gestalten – vor Ort und in der Region.

Ländliche Räume sind GRÜN – nicht nur in Hinblick auf ihre Landschaften. Viele der besten Ergebnisse haben wir bei der Kommunalwahl in den ländlichen Räumen geholt – in Lohmar, in Telgte oder in Rhede. Nicht nur dort haben wir den Menschen ein Versprechen gegeben: Wir kümmern uns um unsere Kommune und machen sie gemeinsam fit für eine nachhaltige und erfolgreiche Zukunft. Denn „in vielen Bereichen braucht es Veränderungen, damit das Leben in den ländlichen Räumen attraktiv bleibt“ identifiziert Sven die Schwierigkeiten vieler ländlicher Kommunen durch den demographischen Wandel.

Dabei wollen wir die regionale Identifikation erhalten und ein Heimatverständnis stärken, das Offenheit und Akzeptanz gegenüber jedem Menschen meint. Die spezifische kulturelle Tradition der einzelnen Regionen ist für uns GRÜNE wichtig, dabei schließen sich kulturelle Identität und Wandel nicht aus.

Starke grüne Impulsregionen für NRW

Ländliche Räume sind entgegen mancher Vorurteile äußert wirtschaftsstark. Sie zeichnen sich durch eine hohe Industriearbeitsplatzquote und eine leistungsstarke, mittelständisch ausgerichtete Wirtschaft aus. Um dies weiter zu stärken, wollen wir wohnortnahe Arbeitsplätze sichern und eine nachhaltige Infrastruktur erhalten bzw. ausbauen. Um dies zu erreichen wollen wir die Förderstruktur der EU reformieren – weg von der Gießkannen-Förderung, hin zu einer gezielten Förderung von nachhaltiger und ökologischer Entwicklung.

Daneben wollen wir regionale Wirtschaftskreisläufe stärken und die Anbindung an benachbarte Ballungsräumen vorantreiben. Auch hier gilt das Prinzip Nachhaltigkeit: Wer für die Ausbeutung von Bodenschätzen die Zerstörung wertvoller Naturräume in Kauf nimmt, handelt zukunftsvergessen.

Wir setzen dagegen auf die Weiterentwicklung ökologischer Stärken: Die Energiewende etwa bietet eine große Chance für ländliche Räume. Ob als Energielieferant und -speicher oder autarke Energieregionen – die Energiewende bringt Arbeitsplätze mit sich und schafft langfristige wirtschaftliche Perspektiven vor Ort.

Land- und Forstwirtschaft prägen allein durch ihre Flächenanteile die Wirtschaftsstrukturen in ländlichen Räume. Indem wir natürliche Kreisläufe respektieren, sorgen wir dafür, dass die Böden in NRW auch langfristig wichtige Rohstoffe erzeugen – für Teller und Fabrik. Gleichzeitig stellen wir sicher, dass ländliche Räume lebenswert bleiben – eine Voraussetzung für Eifel, Bergisches Land und Sauerland als Naherholungsgebiete.

Sozial attraktiver Lebensraum

Ein Drittel der Bewohner*innen in NRW leben in den ländlichen Räumen – und werden immer älter. Der demografische Wandel macht vielen ländlichen Kommunen zu schaffen: Leerstehende Häuser sowie zurückgehende Angebote bei Einzelhandel, Dienstleistung und Versorgung führen zu verwaisenden Ortskernen. Auch hier gilt: Anstatt an alten Zuständen festzuhalten und Probleme kleinzureden, wollen wir mit GRÜNEN Konzepten dauerhafte Lösungen für diese Herausforderungen schaffen. „Wir wollen das Leben in die Ortskerne zurückholen“, formulierte Sven das GRÜNE Ziel bei seiner Einbringungsrede. Klar ist: Die alt hergebrachten Strukturen können den demografischen Wandel nicht bewältigen, neue Modelle sind gefragt.

Mit mobilen Läden und Dienstleistungen können wir etwa unkompliziert lokale Bedürfnisse stillen und eine Versorgung sicherstellen. Auch Bürgerbusse, dezentrale Gesundheitszentren und kommunale Dienstleistung und Verwaltungsaussenstellen machen deutlich, wie mögliche Antworten auf diese drängenden Fragen aussehen können.

Ein weiteres Beispiel ist die Verfügbarkeit von Bildungseinrichtungen: Sie ist von zentraler Bedeutung für attraktiven Lebensraum. Wir erhalten auch zukünftig wohnortnahe Bildung, indem wir auf ein bedarfsgerechtes Angebot setzen: Kinderbildungshäuser etwa vereinigen Kitas und Grundschulen unter einem Dach, nutzen Synergieeffekte und ermöglichen einen reibungslosen Übergang für die Kleinsten – „kurze Beine – kurze Wege“ eben.

Diese und weitere Modelle haben wir in unserem Antrag „Ländliche Räume in NRW – Starke Grüne Impulsregionen!“ zusammengefasst. Sie sind unsere Blaupause für attraktive ländliche Räume. Dabei wollen wir die Konkurrenz zwischen Stadt und Land überwinden: „Wir sind am stärksten, wenn wir zusammenarbeiten“, formuliert Sven den Anspruch der GRÜNEN Raumpolitik. Denn ländliche Räume gehören ebenso zu NRW wie das Ruhrgebiet, der Rhein und die Großstädte.

Beschluss LR1- Ländliche Räume

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