W-LaVo-27 Verena Verspohl

Besonderheiten schätzen und nutzen!

Unsere Ideen und Konzepte für die Zukunft sind zunehmend auf einem qualitativ anspruchsvollem Weg. Ich beobachte mit Freude besonders aktuelle Tendenzen in der Stadtentwicklung, der Landwirtschaft und der Bildungspolitik, in denen es den Grünen gelingt, klare grüne Ziele zu forcieren. Aber beobachten reicht mir nicht mehr, ich möchte mit Euch zusammen gestalten:
Noch deutlicher wünsche ich mir hier eine Wertschätzung der Besonderheit von Räumen. Wir brauchen eben diese Ziele für städtische und ländliche Regionen – und sie müssen da unterschiedlich ausfallen dürfen! Grüne müssen die Vielfalt auch beim Raumbeispiel noch stärker beachten. Auch meine ”Hombase” Sauerland lässt sich nicht über einen Kamm scheren, sondern muss differenziert betrachtet werden. Von Münster im Vergleich ganz zu schweigen.

Wie kann das Gelingen, ohne den Überblick zu verlieren? Durch Kompetenz vor Ort und Vernetzung. Genau hier möchte ich ansetzen und mich stark machen für grüne Vielfalt und den ländlichen Raum zu gleich.

Ich stehe 100% hinter dem Prinzip des Gemeinsamen Lernens und für einen viel umfassenderen Bildungsbegriff, als er weithin gepflegt wird. Schule ist Gesellschaft. Ich mache mich stark für Sekundar- und Gesamtschulen auch in ländlichen Regionen und Kämpfe um jeden Euro für Bildungsziele. Qualität sollte uneingeschränkt an erster Stelle stehen. Bildungspolitik muss auch Inhalte im Auge haben. Bildung für nachhaltige Entwicklung sollte Strukturierungsmoment aller Prozesse sein können.

Lebensmittelerzeugung und Versorgung müssen von uns systematisch artgerecht, regional und ökologisch verankert werden. Wir dürfen keine Angst vor ”Veggieday-stigmatisierung” haben und müssen im Windschatten von Positiveffekten wie ”Gesunder Ernährung” und ”Stärkung regionaler Märkte” unser Gesamtziel anstreben. Enährung ist Klimaschutz und muss auch in der Kommune diskutiert werden.

NRW braucht übergreifende Konzepte für Stadtplanungsprozesse. Quartiersmanagement kann im ländlichen Raum genauso wichtig wie Stärkung und Erhalt der Dörfer sein. Durch deutliche Vernetzung können Regionen wie Sauerland und Warendorfer Land miteinander arbeiten und profitieren. Es gilt die Bezirke auch inhaltlich weiter zu stärken.

Über diese Themen hinaus positioniere ich mich besonders zu einer Öffnung von Wirtschaftsdiskussionen hin zu Perspektiven einer Postwachstumsgesellschaft. Grüne Politik kennzeichnet sich seit jeher auch dadurch aus, dass sie den anderen Parteien weit voraus ist. Diese ”greenwashen” mittlerweile um die Wette. Davon dürfen wir uns nicht einschüchtern lassen und verwirrt nach Abgrenzungsmerkmalen suchen! Weiterdenken und weiter öffnen -das kann nur grün und ich wär gern im LaVo dabei. Teamarbeiten und darin Eigenständigkeit aufrecht zu halten sind meine Stärken.

Biografie

Ich bin Lehrerin für Erdkunde und Deutsch am Gymnasium Schmallenberg. Als Geografin bin ich inhaltlich weit aufgestellt. Dies habe ich durch eine Weiterbildung zur Bildungsreferentin für nachhaltige Entwicklung verstärkt und bin somit auch in Didaktisierungsprozessen tätig. Ich habe weiter Erfahrungen in der Entwicklungszusammenarbeit ua bei der Welthungerhilfe gesammelt und bin in systemischer Arbeit erfahren, zum Beispiel durch meine Arbeit in der Steuergruppe der Schule. Wichtig ist mir weiter der Kontakt zur Jugend. Seit 5 Jahren bin ich SV-Lehrerin und politisch habe ich die Grüne Jugend Arnsberg gegründet. In Arnsberg bin ich seit 2 Jahren OV-Sprecherin und nun Ratsmitglied. Privat lebe ich,34 Jahre alt, mit meiner Frau Nina in der Arnsberger Altstadt. Wir restaurieren unser Fachwerkdenkmal überwiegend selbst und machen viel Sport und Wanderungen mit unserem Hund Carlos. Wir legen großen Wert auf einen nachhaltigen Lebensstil, unsere Klinabilanz zerschlagen wir aber dann auf Rucksackfernreisen. Besonders Asien gehört unser Herz und wahrscheinlich wird es uns in einem späteren Lebensabschnitt genau dahin verschlagen.

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